Perfekte Powerpoint Präsentation mit KI: Der 4-Schritte-Workflow
Kennst du das? Du sitzt vor einem leeren PowerPoint-Dokument, weißt was du sagen willst – aber die Präsentation zu bauen kostet dich Stunden. Für eine 20-seitige Deck, die du in 45 Minuten halten wirst, investierst du locker einen halben Tag. Das muss nicht sein.
Mit dem richtigen KI-Workflow erstellst du professionelle, CI-konforme Präsentationen in 60–90 Minuten – inklusive Storyline, Design und Feintuning. Dieser Artikel zeigt dir den exakten 4-Schritte-Prozess, den wir bei Long Story Short für uns und unsere Kunden nutzen.
01 — Branding Skill: Dein CI einmal definieren, immer nutzen
Der häufigste Fehler bei KI-generierten Präsentationen: Man gibt der KI einfach ein Thema und hofft auf ein halbwegs anständiges Ergebnis. Was rauskommt, ist generisch, passt nicht zum Unternehmen und macht in 5 Minuten Arbeit zunichte, was das Tool in 2 Minuten erstellt hat.
Die Lösung ist ein Branding Skill – eine strukturierte, wiederverwendbare Beschreibung deines Corporate Designs, die du Claude als Kontext gibst.
Was gehört in einen Branding Skill?
# Branding Skill: [Unternehmensname]
## Farben
- Primary: #1A1A2E (Dunkelblau)
- Accent: #F5C518 (Gelb)
- Background: #FFFFFF / #F8F8F8
- Text: #1A1A2E
## Typografie
- Headlines: Montserrat Bold, 28–36pt
- Body: Inter Regular, 14–16pt
- Caption: Inter Light, 11pt
## Layout-Prinzipien
- Maximal 5 Bulletpoints pro Folie
- Immer eine klare "So What"-Aussage pro Folie
- Logo: Unten rechts, 10% Folienhöhe
## Slide-Typen
- Title Slide: Vollfläche Primary Color + weißer Text
- Content Slide: Weißer Hintergrund + farbige H2
- Data Slide: Chart linksbündig, Insight-Box rechts
- Closing Slide: Accent Color + CTA
Dieser Skill wird einmal erstellt und dann für jede Präsentation verwendet. Claude kennt dein CI und hält es konsequent durch – ohne dass du bei jeder neuen Präsentation von vorne anfängst.
💡 Tipp: Erstelle deinen Branding Skill als eigenen Claude-Skill oder speichere ihn als Projektkontext. Je präziser die Angaben, desto konsistenter das Ergebnis.
Zeitersparnis durch Branding Skills
| Ohne Branding Skill | Mit Branding Skill |
|---|---|
| Farben manuell einstellen | Automatisch CI-konform |
| Layouts von Hand bauen | Template wird angewendet |
| Jedes Deck neu designen | 1x definieren, ∞x nutzen |
| ~2 Std. Designarbeit | ~10 Min. Review |
Die Investition in einen guten Branding Skill amortisiert sich nach der zweiten Präsentation.
02 — Storyline als Markdown: Erst der Inhalt, dann das Design
Der zweite Fehler, den die meisten machen: Sie fangen mit Design an, bevor der Inhalt steht. Das Ergebnis sind hübsche Folien ohne klare Botschaft – oder sie passen die Botschaft ans Design an statt umgekehrt.
Erst die Storyline, dann die PPT. Immer.
So erstellst du die Storyline mit Claude
Gib Claude diesen strukturierten Prompt:
Du bist ein Präsentations-Stratege. Erstelle eine Storyline für folgende Präsentation:
Ziel: [Was soll die Präsentation bewirken?]
Zielgruppe: [Wer sitzt im Raum?]
Kernbotschaft: [Der eine Satz, den alle mitnehmen sollen]
Kontext: [Anlass, Vorwissen der Zielgruppe, Länge der Präsentation]
Format:
- Titel der Präsentation
- Executive Summary (2 Sätze)
- Folie 1–N: Titel | Kernaussage (1 Satz) | 3 Supporting Points
- Closing Slide: CTA
Output: Markdown-Format
Was zurückkommt, ist eine klare Gliederung mit Titel, Kernaussage und Supporting Points pro Folie – im Markdown-Format, das direkt als Input für Schritt 3 dient.
Iteration bis die Storyline sitzt
Der wichtigste Teil: Optimiere, bis du mit der Storyline zufrieden bist – bevor du die PPT baust.
Das klingt offensichtlich, aber die meisten springen zu früh ins Design. Wenn die Argumentation nicht stimmt, wird auch die beste Visualisierung die Präsentation nicht retten.
Typische Iterationsschritte:
- Struktur prüfen: Folgt die Storyline einem klaren roten Faden? (Problem → Lösung → Beweis → Call to Action)
- Botschaft schärfen: Ist die Kernaussage jeder Folie in einem Satz formulierbar?
- Überflüssiges raus: Braucht es diese Folie wirklich? Wenn du zögerst, ist die Antwort meist nein.
💡 Tipp: Lass Claude die Storyline aus der Perspektive der Zielgruppe reviewen. Prompt: „Du bist [Zielgruppe]. Was fehlt? Was ist unklar? Was würdest du streichen?" – Das liefert oft die besten Cuts.